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Barrierefreie Webinhalte und Web-Applikationen mit ARIA

Dokument Barrierefreie Webinhalte und Web-Applikationen mit ARIA

Dokument - Info:
  • Anspruch: vertiefen
  • Aufwand: 5 bis 15 Minuten
  • Zielgruppe: Entwicklung
Screenshot der Richtlinie ARIA in HTML

Die Möglichkeiten Web-Anwendungen oder dynamische Webseiten mit HTML (Hypertext Markup Language) zu bauen sind begrenzt. Die ersten Versuche diese Möglichkeiten zu erweitern und bestehende HTML-Elemente mithilfe von JavaScript für andere Zwecke zu verwenden, haben häufig zu Barrieren für Menschen mit Behinderungen geführt. Diese Entwicklung kann in einem älteren einführenden Blogartikel nachgelesen werden.

Accessible Rich Internet Applications (ARIA)“ erweitern die Möglichkeiten dynamische Webseiten beziehungsweise Web-Anwendungen zu implementieren, ohne dabei Barrieren für Menschen mit Behinderungen aufzubauen. Dies wurde durch eine Arbeitsgruppe des World Wide Web-Consortiums (W3C) durch entsprechende Empfehlungen begleitet, unter anderem mit der Empfehlung Accessible Rich Internet Applications (WAI-ARIA) 1.1“ von 2017.

In aktuellen Tests von Webseiten fällt auf, dass Entwickler*innen sehr viele aria-Attribute einsetzen. Ein Webangebot wird nicht barrierefreier, wenn die Anzahl der aria-Attribute erhöht wird, insbesondere der Einsatz an der falschen Stelle, kann dazu führen, dass diese wirkungslos bleiben. Insgesamt kann die Screenreader-Zugänglichkeit sogar verschlechtert werden. Also immer erst HTML nutzen und prüfen, ob mehr wirklich sinnvoll und notwendig ist!

(Quelle u.a.: Adventskalender 2025 Tag 17 Teil 2 der Bremer Zentralstelle für barrierefreie Informationstechnik)

Wie Web-Entwickler diese Anforderungen für die Barrierefreiheit erfüllen können, ist Thema der Empfehlung „ARIA in HTML“ vom 5. August 2025. Die Richtlinie gibt dabei auch einige Beispiele für eine inkorrekte Verwendung von ARIA, die zu Barrieren führt. Zum Beispiel sollen Web-Entwickler keine Standard-Rollen überschreiben, die zu Konflikten in den Eigenschaften der Elemente führen können oder redundante Rollen für HTML-Elemente per ARIA vergeben, die zu unerwünschten Seiteneffekten führen können.

Wie gut die Unterstützung von ARIA durch sogenannte „User Agents“, also zum Beispiel Webbrowser oder Hilfsmittel wie Screenreader, tatsächlich ist, wird auf der Seite „Accessibility Support“ übersichtlich dargestellt.

Hinweis zur Finanzierung

Eintrag erstellt in Kooperation mit
Teilhabe 4.0