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Storytelling mit KI - Webseiten testen

Test-Tool Storytelling mit KI - Webseiten testen

App - Info:
  • Anspruch: kennenlernen
  • Aufwand: 5 bis 15 Minuten
  • Zielgruppe: Öffentlichkeitsarbeit
Screenshot des Testergebnis aus Cosmos Perspektive für die Toolbox-Webseite mit einem sehr positiven Testergebnis, aber auch der Warnung, dass für andere Nutzer trotzdem Barrieren vorhanden sein können. Zur vergrößerten Ansicht.

Dieses Testtool für Webseiten ist ein Experiment, Künstliche Intelligenz (KI) und „Accessibility“, also Barrierefreiheit, gewinnbringend zusammenzubringen. Das Ergebnis ist unter dem Namen „a11y-ai“ verfügbar. Die Kurzform „a11y“ steht dabei für Accessibility, 11 ist die Anzahl der ausgelassenen Buchstaben, die aufgrund der Ähnlichkeit als „l“ gelesen, den Kurznamen „Ally“ für Accessibility ergeben. Die Endung „-ai“ steht für „en:Artificial Intelligence“, also Künstliche Intelligenz.

Das Testtool ist ein Angebot der Digitalagentur „denkwerk“. Kostenfrei kann es nur für wenige Seiten am Tag genutzt werden. Dies wird oberhalb des Eingabefeldes für die zu testende Webseite mit den verbliebenen „credits“ angezeigt. Das Tool testet keine vollständigen Webauftritte.

Getestet wird immer nur genau die Seite, zu der die Adresse führt. Wenn man nicht die Startseite, sondern eine komplexere Seite mitten in einem Online-Shop oder eine Kontaktformular-Seite testen möchte, muss die genaue Adresse zu dieser Seite eingegeben bzw. kopiert werden.

Für den Test werden die Fähigkeiten generativer KI zum Storytellling verwendet. Statt eines formalen Prüfberichts mit verletzten und erfüllten Kriterien, wird aus der Perspektive von zwei Personen mit Behinderung erzählt, wie barrierefrei oder vielleicht auch weniger barrierefrei, sie die Webseite „erleben“. Dadurch wird eine sehr persönliche, emotionale Komponente erzeugt. Anders als bei sonst eher formalen Tests mit langen Checklisten und möglicherweise nur mit Fachwissen verständlichen Ergebnisberichten.

Wichtig ist es, sich dabei zu verdeutlichen, dass auch hier formale, automatisch durch Computer durchführbare Tests im Hintergrund verwendet werden. Das heißt, auch hier können nicht alle Kriterien der Barrierefreiheit überprüft werden, sondern nur ein kleiner Teil, der automatisch testbar ist. Auch wenn der Eindruck durch die KI erzeugt wird, haben hier keine Personen mit Behinderung getestet.

Getestet werden kann aus der Perspektive der sehbehinderten Claudia, die mit einer Vergrößerungssoftware arbeitet und des motorisch eingeschränkten Cosmo, der eine Spracheingabe verwendet. Weitere Perspektiven sind in Vorbereitung. Das Prinzip erinnert an eine Methode, die mit sogenannten Personas arbeitet. Allerdings sind die Charaktere in diesem Fall eher ausgedacht bzw. konstruiert, zumindest erhalten wir hierzu keine genaueren Informationen. Von der Perspektive der beiden Charaktere kann auch zu einem technischen Bericht gewechselt werden.

Das Testtool ist in englischer Sprache.

Hinweis zur Finanzierung

Eintrag erstellt mit Unterstützung von
KI Barrierefrei NRW