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Inklusion als gesamtgesellschaftliche Aufgabe

Dokument Inklusion als gesamtgesellschaftliche Aufgabe

Dokument - Info:
  • Anspruch: vertiefen
  • Aufwand: über 15 Minuten
  • Zielgruppe: Management
Cover der Ausgabe Inklusion, Aus Politik und Zeitgeschichte, Band 32-35/2025.

Die Ausgabe Nr. 32-35 im Jahr 2025 der Publikation „Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ)“ blickt auf das Thema „Inklusion“. Die Zeitschriftenreihe wird von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) herausgegeben.

Neben geschichtlichen Entwicklungen werden aktuelle Themen der Inklusion in Deutschland betrachtet.

Insbesondere die in der zweiten Staatenprüfung kritisierten Punkte, die eine Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention erschweren bzw. verhindern, werden dabei genauer in den Blick genommen.
Dazu zählen neben dem Förderschulsystem auch die Chancen von Menschen mit Behinderungen auf dem 1. Arbeitsmarkt eine Stelle zu finden.

So wird u.a. in Bezug auf Künstliche Intelligenz (KI) festgestellt:

„Damit die Chancen von KI für einen inklusiven Arbeitsmarkt voll ausgeschöpft werden können, ist es entscheidend, dass Fachkräfte mit Behinderung gleichberechtigt an der fortlaufenden Einführung von KI-Tools beteiligt werden.“

(Quelle: Christoph Metzler: Inklusion auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Bestandsaufnahme und aktuelle Perspektiven. In AZuP Nr. 32-35/2025 unter CC BY-NC-ND 3.0 DE.

Darüber hinaus sind die Auswirkungen des KI-Einsatzes für die Inklusion jedoch noch vollkommen offen:

„Inwiefern die zunehmende Nutzung künstlicher Intelligenz (KI) einen Einfluss auf den deutschen Arbeitsmarkt haben wird, ist noch weitgehend offen. Erste übergreifende Analysen zeigen, dass das Ausmaß der Substitution, also der Verdrängung von menschlicher Arbeitskraft durch KI (noch) nicht in einem großen Maße auftritt. Vielmehr ist von einer Komplementarität auszugehen, die dazu führt, dass Menschen bestehende Tätigkeiten teilweise angepasst unter Nutzung von künstlicher Intelligenz ausführen, teilweise bestehende Abläufe beibehalten. Im Idealfall könnte dies auch eine Chance für die Inklusion bedeuten, wenn KI gezielt in jene Tätigkeitsbereiche integriert werden könnte, in denen Arbeitnehmer:innen mit Behinderung zusätzliche Unterstützung benötigen und somit neue barrierearme Tätigkeitsfelder entstehen könnten. Inwiefern sich dies aber realisieren lässt und ob sich eine solche Lösung für Unternehmen als wirtschaftlich erweist, ist noch vollkommen ungewiss.“

(Quelle: Christoph Metzler: Inklusion auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Bestandsaufnahme und aktuelle Perspektiven. In AZuP Nr. 32-35/2025 unter CC BY-NC-ND 3.0 DE.

In Bezug auf Werkstätten für Menschen mit Behinderungen werden die Ergebnisse der Zweiten Staatenprüfung noch einmal hervorgehoben:

„Wie schon 2015 empfiehlt der UN-BRK-Ausschuss auch die Aufhebung der Aussonderung von behinderten Menschen in Heimen und besonderen Wohneinrichtungen, in Sonder- und Förderschulen oder in Werkstätten. Nuancierter als noch 2015 wird eine personenzentrierte Inklusionsstrategie angemahnt. Die aussondernden Strukturen können nicht parallel weitergeführt werden – das sagt der UN-BRK-Ausschuss deutlich und unter Bezugnahme auf seine Allgemeinen Bemerkungen sowie neuen Leitlinien zu diesen Themenfeldern.“

(Quelle: Theresia Degener, Maria del Pilar Andrino Garcia: Inklusion als Menschenrecht? Die UN-Behindertenrechtskonvention und ihre Umsetzung in Deutschland. In AZuP Nr. 32-35/2025 unter CC BY-NC-ND 3.0 DE.

Die Zeitschrift ist in verschiedenen Formaten online kostenfrei verfügbar.

Hinweis zur Finanzierung

Eintrag erstellt mit Unterstützung von
KI Barrierefrei NRW